35
years
v2_
 

Ghosted Views

Ghosted Views is a site-specific installation by Marnix de Nijs.

In Ghosted Views the user navigates visually through a detailed X-ray like 3D reconstruction of his surroundings. A reconstruction that blurs the borders between interior and exterior of the exhibition space, the building and the surrounding blocks; the cityscape further on gradually changes into an imaginary constructed space. Various scans of the inner and outer spaces are combined into one world without barriers where the users move freely through walls, floors and ceiling in a world that expands in all three axis.

The user navigates by holding a round headed pole that’s covered with capacitive sensors. By touching the head right, left, up or down the virtual camera moves correspondingly. Because of shifts in the users balance the object both functions as support on which the user clamps on to while maintaining his balance. The sensor pole, is mounted on a round platform on which the user takes place in front of a 4-6 meter round projection screen; a portal through which the users travels to another world. The imagery is stereoscopic.

By subtle manipulation of motion, perspective distortion and slight shifts in balance in the virtual image, this works creates a disruptive physical experience of spacial continuity.

Producer:
Marnix de Nijs

Co-producer:
V2_organisation, Rotterdam, NL

Software development:
Pawel Homenko, Plewiska, PL

Hardware programming and electronics:
Yoana Buzova, Rotterdam, NL

Financial support:
Creative Industries Fund NL

Ghosted Views was shown at the NEXT LEVEL, Festival for Games in Düsseldorf from 23.11.2018 —25.11.2018


Description (German)
 
Mit seiner site-spezifischen Installation »Ghosted Views« geht der niederländische Medienkünstler Marnix de Nijs noch einen spektakulären Schritt weiter als 2017: Auf einer Sci-Fi-ähnlichen Controller-Plattform navigiert man physisch durch 3D-Laser-Scans von Düsseldorf, Ehrenhof und NRW-Forum und gleitet dabei schwerelos durch eine hochimmersive Modelllandschaft der Stadt.
 
Verschiedene Locations des Festivals wurden in einem strahlenartigen Universum kombiniert, in dem User*innen sich frei durch Wände, Böden und Decken bewegen können. Während die Installation jeweils weit oben über der Stadt Düsseldorf beginnt, schweben die Spielenden weiter durch das Stadtbild, bis hin zur Location des Festivals. Dabei läuft die Installation in Endlosschleife, sodass die Spielenden immer wieder in die Unendlichkeit katapultiert werden. 
 
Auf einer Kontrollplattform stehend, navigieren die User*innen die Installation, indem ein Stangengebilde betätigt wird, welches mit kapazitiven Sensoren versehen ist. Sobald der »Controller« nach rechts, links, oben oder unten gesteuert wird, bewegt sich auch die virtuelle Kamera mit. Während die User*innen sich durch die Welt bewegen, passen sich die adaptiven Soundeben des Werkes an, sodass die Bewegungen ebenfalls die Sounds der Plattform beeinflussen. 
 
Mithilfe einer feinen Manipulation der Audiovisualität, der Bewegung sowie Verzerrung der Perspektive und einer leichten Verschiebung in der Balance des virtuellen Bildes, kreiert Marnix de Nijs mit seinem Werk ein poetisches und disruptives architektonisches Erlebnis.
 
Das Ziel dieser Arbeit liegt nicht unbedingt auf der Kreation einer objektiven architektonischen Repräsentation eines existierenden Raums, sondern viel mehr auf einem subjektiven audiovisuellen Fantasieerlebnis des zeitgenössischen (Welt-)Raums. 
 
Für Marnix de Nijs galt Paul Virilio schon lange als Inspiration für das Verständnis von urbanen Landschaften. In seinem Buch »Lost Dimension« (1983) beschrieb er eine Welt, die ihre Dimensionalität durch die immense Verschränkung von verschiedenen Kommunikations-Technologien verliert.
 
Auch stellte bereits Walter Benjamin heraus, dass die menschliche Wahrnehmung – wie wir sehen, hören, riechen, tasten und schmecken – sich durch Technologie verändert.
 
Im Projekt »Ghosted Views« möchte der Künstler die zeitgenössische dreidimensionale Welt einfangen und darstellen (oder wie es laut Virilio heißt, was davon übrig ist). Dies geschieht durch einen Einbezug und eine Exploration von modernen Technologien, die dafür passend erscheinen, unsere Welt zu erforschen.
 
Credits: 

»Ghosted Views« ist eine Koproduktion zwischen NRW KULTURsekretariat und V2_ Lab for the Unstable Media Rotterdam.  
Künstler: Marnix de Nijs
Laserscans & Geodata: Vermessungs- und Katasteramt, Landeshauptstadt Düsseldorf 
Sounddesign: Boris Debackere, Brussels, BE
Softwaredevelopment:  Indago, Pawel Homenko, Plewiska, PL 
Hardware Programmierung and Elektronik: Yoana Buzova & Javier Lloret, Rotterdam, NL

 

Museumnacht010 2019 // Ghosted Views & Terracleanse (Marnix de Nijs) from V2_ on Vimeo.

Document Actions
Document Actions
Personal tools
Log in